We don't know this Bitch!

Aktualisiert: März 25

Drag ist eine eigene Welt. Ehrlich? Nicht immer ist alles so Supportive und Friede, Freude, Eierkuchen! Toleranz oder Akzeptanz ist in den eigenen Reihen manchmal auch ein rießengroßes Fremdwort.

Komischerweise dürften sich auch manche überrollt gefühlt haben, dass Kärnten nun eine Queen hat und auch aktiv dabei ist oder vielleicht sehen sie in mir eine Konkurrentin. Das sehe ich aber dann mal als Kompliment, denn schließlich muss ich meine Sache dann so gut machen, dass man mich als „wettkampffähig“ einstuft. Um meine Meinung kundzutun - und darum gehts in diesem Blog ja - bin ich nur eine Kämpferin, für uns, für die Gesellschaft, für die Sichtbarkeit und nicht um die Gunst anderer. Wettkämpfe in den eigenen Reihen sind nichts für mich, da lasse ich gern den anderen den Vortritt.


Mein Glück war, dass anfänglich viele auf mich aufmerksam wurden: Medien, Agenturen usw. - Klara, in einem quasi totem Bundesland fällt jede Neuerung gleich auf. Es gab ein Interview bei der Antenne Kärnten, bei der Regenbogenparade wurde ich von Radio Angora übertragen, die Veranstalter des Pink-Lake-Festivals wollten mit meiner Dragschwester Syphia und mir zusammenarbeiten und als weiteres Zeichen der Sichtbarkeit durften wir über Vorhaben und Werte von/für/um die Community im "Kärntner Monat" berichten. Schließlich ist es das worum es für uns alle geht: Sichtbarkeit, Akzeptanz, Toleranz, Wertschätzung. Dieser Erfolg alleine gab mir Recht und anderen wiederum Pfeile in die Hand, um gegen mich zu schießen. Neben den positiven Rückmeldungen gab es aber natürlich auch ein paar wenige Anfeindungen. Natürlich war nichts körperliches oder seelisches dabei, aber Anfeindungen wie es eben anscheinend unter Queens so ist. Zickengehabe über Zickengehabe. Zum Kotzen kann ich nur sagen. Soviel verschwendete Energie für nichts. Jedoch: Neid ist wohl eine der größten Anerkennung die man bekommen kann.

Von Stichelein bis zur Unterstellung war alles dabei. Auch eine Beleidigung musste ich lesen - jedoch war die so lächerlich, dass ich mich gar nicht beleidigt gefühlt habe. Der Wortlaut war: „…wie es aussieht bildest dir jetzt schon was ein was nicht ist bitch…, ich hab mit Queens zu tun, die größer sind als alle anderen, aber nicht mal die sind so drauf.“

Bei Wörtern wie Bitch, Queen oder auch Gurl hab ich sofort eine fingerschnippsende und zungenschnalzende Queen im Kopf. Anderes Gezicke machte sich aber nur über unterschwellige Bemerkungen oder Social-Media-Verhalten, wie zB Nachrichten ignorieren, Postings zu kommentieren aber nicht zu liken, also nicht unterstützendes Verhalten deutlich. Das Gute daran ist: Ein Wenig kann man das ja steuern und somit muss ich mich auch dem Gezicke nicht aussetzen. Viel wichtiger als das Gezicke sind jedoch die Menschen, die ich kennenlernen durfte und schätzen gelernt habe. Das Thema ist jedoch so groß, dass es einen eigenen Beitrag braucht. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Drag bietet soviel mehr Positives und soviel mehr lukrative Menschen und soviel herzliche Seelen, dass man für Gezicke keinen Platz und vor allem keine Zeit haben sollte -

auch während einer Pandemie nicht!

Fazit:We dont know this bitch“ - Who is WE? ;-)


Danke, dass du bis hierher gelesen hast.

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Klara


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